Bibliografie
Bewertung der Zuverlässigkeit und des pädagogischen Nutzens von YouTube™- und TikTok™-Videos über patientenspezifische subperiostale Implantate: eine methodische Querschnittsanalyse
- 7 April 2026
- Gepostet von: anjaform
- Kategorie: Literaturübersicht
Göksel Tımarcıoğlu, Erdal Cem Kargu, Hülya Çerçi Akçay, Başak Tımarcıoğlu
Full text link: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41947131/
Bewertung der Zuverlässigkeit und des pädagogischen Nutzens von YouTube™- und TikTok™-Videos über patientenspezifische subperiostale Implantate: eine methodische Querschnittsanalyse
1. Wissenschaftliche Referenz
- Studientitel: Evaluating the Reliability and Educational Quality of YouTube™ and TikTok™ Videos on Custom Subperiosteal Implants: A Cross-Sectional Methodological Analysis
- Autoren: Göksel Tımarcıoğlu, Erdal Cem Kargu, Hülya Çerçi Akçay, Başak Tımarcıoğlu
- Fachzeitschrift: BMC Oral Health
- Erscheinungsjahr: 2026
- DOI: 10.1186/s12903-026-08290-x
2. Wissenschaftlicher Hintergrund
Digitale Medien haben sich in den vergangenen Jahren zu einer der wichtigsten Informationsquellen für gesundheitsbezogene Fragestellungen entwickelt. Auch in der Implantologie informieren sich viele Patienten bereits vor dem ersten Beratungsgespräch über soziale Netzwerke und Videoplattformen. Dadurch gewinnen audiovisuelle Inhalte zunehmend an Bedeutung für die Patientenaufklärung, gleichzeitig entstehen jedoch berechtigte Fragen hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Qualität und ihrer inhaltlichen Zuverlässigkeit.
Patientenspezifische subperiostale Implantate stellen eine hochspezialisierte Behandlungsoption für Patienten mit ausgeprägter Alveolarkammatrophie dar. Ihre Planung basiert auf digitalen Workflows und CAD/CAM-Technologien und setzt ein fundiertes Verständnis der Indikationen, chirurgischen Abläufe sowie möglicher Risiken und Limitationen voraus. Eine verständliche und wissenschaftlich fundierte Patienteninformation ist daher von besonderer Bedeutung.
Obwohl YouTube™ und TikTok™ inzwischen zu den meistgenutzten Plattformen für medizinische Inhalte zählen, lagen bislang nur wenige Untersuchungen zur Qualität der dort verfügbaren Informationen über patientenspezifische subperiostale Implantate vor. Die vorliegende Studie schließt diese Wissenslücke durch eine systematische Bewertung der Zuverlässigkeit und des pädagogischen Wertes entsprechender Videoinhalte.
3. Ziel der Studie
Ziel dieser Untersuchung war es, die wissenschaftliche Zuverlässigkeit, die inhaltliche Qualität und den pädagogischen Nutzen von Videos über patientenspezifische subperiostale Implantate auf YouTube™ und TikTok™ systematisch zu bewerten.
Im Mittelpunkt stand dabei nicht die Beurteilung des chirurgischen Verfahrens selbst, sondern die Frage, ob frei zugängliche Videoinhalte Patienten eine sachlich korrekte und ausgewogene Informationsgrundlage bieten. Hierzu wurden etablierte und international validierte Bewertungsinstrumente eingesetzt, um die Qualität, Transparenz und den Informationsgehalt der veröffentlichten Videos objektiv miteinander zu vergleichen.
4. Methodik
Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine methodische Querschnittsstudie mit beobachtendem Design, in der öffentlich zugängliche Videos analysiert wurden.
Die systematische Recherche erfolgte am 28. Oktober 2025 auf YouTube™ und TikTok™ unter Verwendung englischer und türkischer Suchbegriffe zum Thema patientenspezifische subperiostale Implantate. Insgesamt wurden zunächst rund 2.326 Videos identifiziert. Entsprechend etablierter Vorgehensweisen bei Untersuchungen sozialer Medien wurden ausschließlich die 140 algorithmisch zuerst angezeigten Videos gesichtet. Nach Anwendung der definierten Ein- und Ausschlusskriterien verblieben 38 Videos in der Endauswertung, davon 23 YouTube™-Videos und 15 TikTok™-Videos.
Die Bewertung erfolgte unabhängig durch zwei kalibrierte Untersucher. Zur Beurteilung der wissenschaftlichen und didaktischen Qualität wurden vier validierte Instrumente verwendet:
- Global Quality Scale (GQS)
- DISCERN
- JAMA Benchmark Criteria
- Video Information and Quality Index (VIQI)
Zusätzlich entwickelten die Autoren ein themenspezifisches Bewertungsschema mit sieben Inhaltsbereichen, darunter Definition, Indikationen, Operationsablauf, Vor- und Nachteile, Vergleich mit alternativen Verfahren, Nachsorge sowie Patienteninformation. Die Autoren weisen ausdrücklich darauf hin, dass dieses zusätzliche Bewertungssystem nicht formal validiert wurde und ausschließlich ergänzend für deskriptive Analysen eingesetzt wurde. Die statistische Auswertung umfasste unter anderem Spearman-Korrelationen, Kruskal-Wallis-Tests sowie hierarchische Clusteranalysen.
5. Wichtigste Ergebnisse
Die Auswertung zeigt insgesamt eine mittlere pädagogische Qualität der untersuchten Videos, wobei zwischen den einzelnen Beiträgen erhebliche Unterschiede bestanden. Die durchschnittlichen Bewertungen betrugen 2,66 ± 1,43 für die Global Quality Scale, 32,71 ± 21,66 für DISCERN, 1,70 ± 0,54 für die JAMA-Benchmark-Kriterien sowie 10,83 ± 4,90 für den Video Information and Quality Index. Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass zwar einzelne Videos hochwertige Informationen vermitteln, viele Beiträge jedoch wichtige Inhalte nur unvollständig oder unzureichend darstellen.
Zwischen den validierten Bewertungsinstrumenten bestand eine ausgeprägte positive Übereinstimmung. Demgegenüber zeigte sich kein Zusammenhang zwischen der Popularität eines Videos und seiner wissenschaftlichen Qualität. Im Gegenteil: Videos mit besonders hohen Aufruf- oder Like-Zahlen erzielten tendenziell niedrigere JAMA-Bewertungen, was darauf hinweist, dass Reichweite und Transparenz medizinischer Informationen nicht zwangsläufig miteinander einhergehen.
Im Plattformvergleich erreichten YouTube™-Videos signifikant höhere Werte in den Kategorien GQS, DISCERN und VIQI als TikTok™-Videos. Hinsichtlich der JAMA-Benchmark-Kriterien konnten dagegen keine statistisch signifikanten Unterschiede festgestellt werden. Darüber hinaus wiesen Beiträge akademischer Einrichtungen und Zahnärzte zwar tendenziell höhere Qualitätsbewertungen auf, diese Unterschiede erreichten jedoch keine statistische Signifikanz. Die Übereinstimmung zwischen den beiden Gutachtern war bei allen verwendeten Bewertungsinstrumenten ausgezeichnet und bestätigt die hohe Reproduzierbarkeit der Analysen.
6. Klinische Analyse
Diese Studie bewertet nicht den klinischen Erfolg patientenspezifischer subperiostaler Implantate, sondern die Qualität der Informationen, die Patienten vor einer implantologischen Beratung über soziale Medien erhalten können. Gerade bei komplexen chirurgischen Verfahren spielt eine verständliche und wissenschaftlich fundierte Patientenaufklärung eine zentrale Rolle. Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass die auf YouTube™ und TikTok™ verfügbaren Inhalte hinsichtlich Vollständigkeit und Zuverlässigkeit erheblich variieren.
Besonders bemerkenswert ist die festgestellte Diskrepanz zwischen Reichweite und wissenschaftlicher Qualität. Videos mit hohen Aufrufzahlen oder vielen „Likes“ vermittelten nicht zwangsläufig die verlässlichsten Informationen. Für die klinische Praxis bedeutet dies, dass Patienten die Popularität eines Videos nicht als Qualitätsmerkmal interpretieren sollten. Gerade bei komplexen implantologischen Therapien wie patientenspezifischen subperiostalen Implantaten kann eine unvollständige oder unausgewogene Darstellung falsche Erwartungen erzeugen oder zu Missverständnissen hinsichtlich Indikationen, Risiken und Behandlungsablauf führen.
Die Autoren weisen außerdem darauf hin, dass die Unterschiede zwischen YouTube™ und TikTok™ nicht als grundsätzliche Überlegenheit einer Plattform verstanden werden dürfen. Die kürzeren Videoformate von TikTok™ setzen der ausführlichen Vermittlung medizinischer Inhalte natürliche Grenzen. Da etablierte Bewertungsinstrumente wie DISCERN oder die Global Quality Scale eher umfangreiche Informationsangebote begünstigen, könnten die niedrigeren Bewertungen teilweise auf das Format selbst und nicht ausschließlich auf eine geringere fachliche Qualität zurückzuführen sein.
Ein weiterer wichtiger Aspekt betrifft den inhaltlichen Schwerpunkt vieler Videos. Häufig standen chirurgische Sequenzen oder ästhetische Behandlungsergebnisse im Vordergrund, während wesentliche Informationen zur Patientenselektion, zu Kontraindikationen, möglichen Komplikationen oder zur Nachsorge nur unzureichend behandelt wurden. Gerade bei patientenspezifischen subperiostalen Implantaten, deren Planung auf digitalen CAD/CAM-Workflows basiert und die vor allem bei ausgeprägter Kieferatrophie eingesetzt werden, sind diese Informationen jedoch für eine realistische Erwartungshaltung der Patienten von erheblicher Bedeutung.
Die Studie erlaubt keine Aussagen darüber, ob solche Videoinhalte das tatsächliche Entscheidungsverhalten oder den Behandlungserfolg beeinflussen. Sie beschreibt vielmehr den aktuellen Stand der verfügbaren Informationsangebote. Aus implantologischer Sicht unterstreichen die Ergebnisse die Bedeutung qualitativ hochwertiger, evidenzbasierter Patienteninformationen, die von wissenschaftlichen Einrichtungen und erfahrenen Implantologen erstellt werden.
7. Klinische Relevanz
Die Ergebnisse dieser Untersuchung beziehen sich in erster Linie auf die Patientenkommunikation und weniger auf die chirurgische Technik selbst. Sie verdeutlichen, dass soziale Medien inzwischen einen festen Bestandteil der Informationssuche vieler Patienten darstellen und damit auch die implantologische Beratung beeinflussen können.
Für Implantologen, Oralchirurgen und zahnärztliche Praxen ergibt sich daraus die Möglichkeit, Patienten aktiv auf wissenschaftlich fundierte Informationsquellen hinzuweisen und Missverständnisse aus sozialen Medien im persönlichen Beratungsgespräch aufzugreifen. Darüber hinaus sprechen die Ergebnisse für die Entwicklung qualitativ hochwertiger Lehrvideos durch Universitäten, Fachgesellschaften und erfahrene Behandler. Solche Inhalte könnten Themen wie Indikationsstellung, digitale Implantatplanung, chirurgische Abläufe, Nachsorge und realistische Therapieerwartungen umfassender vermitteln und damit die Patientenaufklärung sinnvoll ergänzen.
8. Evidenzniveau, Limitationen und Transparenz
Bei dieser Veröffentlichung handelt es sich um eine beobachtende methodische Querschnittsstudie, die öffentlich zugängliche Videoinhalte analysiert. Entsprechend besitzt sie ein deskriptives Evidenzniveau und erlaubt keine Aussagen über den klinischen Erfolg patientenspezifischer subperiostaler Implantate oder über einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Online-Informationen und Patientenverhalten.
Die Autoren nennen mehrere Einschränkungen. Die endgültige Stichprobe umfasste lediglich 38 Videos, wodurch die Übertragbarkeit der Ergebnisse begrenzt ist. Zudem wurden ausschließlich englisch- und türkischsprachige Inhalte berücksichtigt, wobei sämtliche Recherchen von der Türkei aus durchgeführt wurden. Dadurch könnten plattformspezifische Algorithmen die Suchergebnisse beeinflusst haben. Darüber hinaus ließen sich die Interaktionsmetriken von YouTube™ und TikTok™ nicht vollständig standardisieren. Das zusätzlich entwickelte themenspezifische Bewertungsschema wurde nicht formal validiert und diente ausschließlich der ergänzenden Beschreibung. Trotz der sehr hohen Übereinstimmung zwischen den Gutachtern bleibt bei allen Qualitätsbewertungen ein gewisser subjektiver Interpretationsspielraum bestehen.
Hinsichtlich der Transparenz erklären die Autoren, dass keine externe Finanzierung für die Studie erfolgte und keine Interessenkonflikte bestehen. Sie geben außerdem an, ChatGPT ausschließlich zur sprachlichen Überarbeitung des Manuskripts verwendet zu haben. Die wissenschaftliche Konzeption, Dateninterpretation und Schlussfolgerungen lagen nach Angaben der Autoren vollständig in ihrer eigenen Verantwortung.
9. Zentrale Studienergebnisse
- Studientyp: Methodische Querschnittsstudie mit beobachtendem Design zur Analyse öffentlich zugänglicher YouTube™- und TikTok™-Videos über patientenspezifische subperiostale Implantate.
- Evidenzniveau: Beobachtende deskriptive Studie.
- Stichprobe: 38 analysierte Videos, darunter 23 YouTube™-Videos und 15 TikTok™-Videos.
- Anzahl der Patienten oder Implantate: Nicht zutreffend.
- Nachbeobachtungszeit: Nicht zutreffend.
- Primärer Bewertungsparameter: Wissenschaftliche Zuverlässigkeit, pädagogische Qualität, Transparenz und audiovisuelle Qualität der Videos, bewertet anhand der Instrumente Global Quality Scale (GQS), DISCERN, JAMA Benchmark Criteria und Video Information and Quality Index (VIQI).
- Wichtigste Ergebnisse:
- Die insgesamt erreichte pädagogische Qualität war moderat.
- Zwischen den validierten Bewertungsinstrumenten bestand eine hohe Übereinstimmung.
- YouTube™-Videos erzielten signifikant bessere Ergebnisse als TikTok™-Videos hinsichtlich GQS, DISCERN und VIQI.
- Die Popularität eines Videos, gemessen an Aufrufen und „Likes“, stand nicht mit einer höheren wissenschaftlichen Qualität oder Transparenz in Zusammenhang.
- Wissenschaftliche Schlussfolgerung: Die Qualität der auf sozialen Medien verfügbaren Informationen über patientenspezifische subperiostale Implantate ist uneinheitlich. Die Autoren sprechen sich für die Entwicklung evidenzbasierter Informationsvideos durch Zahnärzte und wissenschaftliche Einrichtungen aus, um die Patientenaufklärung zu verbessern.
- Wesentliche Limitationen:
- Begrenzte Stichprobengröße (38 Videos).
- Analyse ausschließlich englisch- und türkischsprachiger Inhalte.
- Recherche aus einer einzigen geografischen Region.
- Eingeschränkte Vergleichbarkeit der Interaktionsmetriken zwischen den Plattformen.
- Das studienspezifische Bewertungsschema wurde nicht formal validiert.
- Aufgrund des beobachtenden Studiendesigns können keine kausalen Zusammenhänge abgeleitet werden.
10. Wissenschaftliche Bedeutung
Diese Untersuchung erweitert die wissenschaftliche Literatur zur Qualität medizinischer Informationen in sozialen Medien, indem sie sich einem bislang nur selten untersuchten Themengebiet widmet: den patientenspezifischen subperiostalen Implantaten. Während frühere Studien überwiegend Inhalte zu konventionellen Implantaten, kieferorthopädischen Behandlungen oder ästhetischen Verfahren analysierten, richtet sich der Fokus dieser Arbeit auf eine komplexe implantologische Therapieoption für Patienten mit ausgeprägter Alveolarkammatrophie.
Von besonderer Bedeutung ist die Erkenntnis, dass die Reichweite eines Videos kein verlässlicher Indikator für dessen wissenschaftliche Qualität ist. Die beobachtete negative Beziehung zwischen Nutzerinteraktionen und Transparenz der Informationen verdeutlicht die Herausforderungen, die algorithmisch gesteuerte Plattformen für die evidenzbasierte Patientenaufklärung mit sich bringen. Inhalte mit hoher Sichtbarkeit sind nicht zwangsläufig diejenigen, die den höchsten fachlichen Standards entsprechen.
Darüber hinaus bestätigt die Studie den Nutzen etablierter Bewertungsinstrumente wie GQS, DISCERN, JAMA Benchmark Criteria und VIQI zur objektiven Beurteilung digitaler Gesundheitsinformationen. Gleichzeitig werden wiederkehrende Defizite in patientenorientierten Inhalten aufgezeigt, insbesondere hinsichtlich Indikationsstellung, Kontraindikationen, möglicher Risiken und Nachsorge.
Auch wenn die Studie keine klinischen Behandlungsergebnisse untersucht, liefert sie eine wertvolle Grundlage für zukünftige Forschung. Insbesondere Langzeitstudien könnten untersuchen, welchen Einfluss qualitativ hochwertige digitale Informationsangebote auf das Verständnis der Patienten, die gemeinsame Entscheidungsfindung und den Aufklärungsprozess in der Implantologie haben.
11. Redaktionelles Fazit
Die vorliegende Studie zeigt, dass die Qualität von YouTube™- und TikTok™-Videos über patientenspezifische subperiostale Implantate erheblich variiert. Zwar erzielten YouTube™-Videos im Durchschnitt bessere Bewertungen hinsichtlich Informationsqualität und pädagogischem Nutzen, dennoch erwiesen sich die verfügbaren Inhalte insgesamt als uneinheitlich. Besonders hervorzuheben ist, dass eine hohe Popularität keine Aussage über die wissenschaftliche Zuverlässigkeit eines Videos erlaubt.
Für Implantologen, Oralchirurgen und wissenschaftliche Fachgesellschaften unterstreichen diese Ergebnisse die Notwendigkeit, hochwertige evidenzbasierte digitale Informationsangebote bereitzustellen. Solche Ressourcen können die Patientenaufklärung sinnvoll unterstützen und dazu beitragen, fundierte Therapieentscheidungen auf der Grundlage verlässlicher Informationen zu fördern, ohne dass aus den vorliegenden Ergebnissen unmittelbare klinische Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.
